Stop-Motion-Filme selber machen – so erweckst du deine LEGO-Figuren zum Leben

Spätestens nach „The LEGO Movie“ ist das Thema LEGO Stop Motion, auch Brickfilm genannt, in aller Munde. Es hat eine gewisse Faszination, wenn Spielzeugfiguren plötzlich zum Leben erwachen und wie von Geisterhand in ihrer kleinen Welt herumlaufen. Unter www.stopmotiontutorials.com findest du eine ausführliche Anleitung, wie du so einen Stop Motion Film selber drehen kannst. Das komplexe Thema wird Schritt für Schritt erklärt, aber auch Experten finden noch einige hilfreiche Tipps und Tricks. Wie so ein Film entsteht, sieht man in dieser übersichtlichen Zusammenfassung.

Von der Idee bis zur Veröffentlichung

Schon die Planung ist entscheidend, ein gutes Storyboard ist zwar aufwendig zu Erstellen, kann aber den Dreh nachher sehr erleichtern. Es stellt sich auch die Frage, welche Kamera, Software und welches sonstige Equipment benötigt wird. Hier ist vor allem ein Stativ wichtig, um die Kamera während des Drehs zu fixieren, sodass der fertige Film dann nicht verwackelt. Auch die passenden Figuren und Teile für das Set müssen organisiert werden.

Der Dreh selbst ist sehr langwierig, die Figuren werden immer ein kleines Stück bewegt und dann fotografiert. Sind die Bewegungen schon im Vorhinein gut geplant, kannst du hier möglichst fehlerfrei arbeiten. Wichtig ist außerdem, die Einstellungen der Kamera manuell zu kontrollieren, damit sie sich zwischen den Bildern nicht verändern können und so zu Bildflackern führen.

Für den Dreh des Stop Motion Filmes sollte man sich genug Zeit nehmen, denn für einen Kurzfilm von zwei Minuten müssen – bei einer akzeptablen Framerate von 15 Bildern pro Sekunde – 1.800 einzelne Fotos gemacht werden!

Sind alle Bilder „im Kasten“, werden sie am Computer mit spezieller Software zusammengefügt. Von nun an kannst du damit wie mit einem normalen Film arbeiten. Der Brickfilm kann vertont werden – vor allem Stimmen, Umgebungsgeräusche und Schrittgeräusche helfen, den Film echt wirken zu lassen. Manchmal müssen noch zur Unterstützung verwendete Objekte wie Schnüre oder Blöcke entfernt werden, um die Figuren fliegen lassen zu können.

Ist der Film fertig, kannst du ihn auf Youtube oder Vimeo hochladen. Das sind übrigens auch großartige Inspirationsquellen, finden sich dort doch tausende kreative Brickfilme.

Neugierig geworden?

Mehr Informationen zu diesem Thema gibt es in diesem Brickfilm Tutorial oder im Buch Stop Motion Animation: Kreative Filme mit LEGO-Figuren von Alexander Altendorfer.

Bild: Alexander Altendorfer